Instagram Marketing: 10 Tipps um den Absatz zu steigern

Gastartikel von Niklas Grünewald

Immer mehr Unternehmen werben über Instagram für Ihre Produkte. Allerdings ist das Marketing auf dem sozialen Netzwerk kein Selbstläufer.
Nur durch Aufnahmen deiner Produkte erhöhst du den Absatz nicht. Eine gezielte Planung ist enorm wichtig, um sich von der Masse abzuheben. Wie das geht, erfährst du im Artikel:

Influencer Marketing auf Instagram

Soziale Netzwerke, wie z.B. Instagram, haben sich in den letzten Jahren zu wichtigen Absatzplattformen für Unternehmen entwickelt.
Mittlerweile verlieren klassische, reichweitenstarke Kanäle wie das Fernsehen und Zeitungen an Bedeutung.

Aus diesem Grund müssen Firmen auf neue Marketingstrategien zurückgreifen.

Influencer Marketing ist eine Marketingform, die zunehmend an Relevanz gewinnt. Dabei kooperieren Unternehmen mit reichweitenstarken Social Media Nutzern. Die Nutzer gelten häufig als Experte in ihrem Themengebiet.

Diese User werden als Influencer bezeichnet. Das Wort stammt vom englischen Begriff „(to) influence“. Auf Deutsch übersetzt bedeutet der Ausdruck „beeinflussen“. Alleine die Übersetzung zeigt den enormen Stellenwert auf, den Influencer für Unternehmen besitzen.

So haben bereits 39 Prozent aller 16 bis 19-Jährigen ein Produkt gekauft, das von Influencern beworben wurde.

Mithilfe der Influencer verbreiten Unternehmen Werbeanzeigen in den sozialen Netzwerken.

Vorteile des Influencer Marketings

Produktempfehlungen von Influencern gelten als besonders glaubwürdig, da sie dem „Word-of-Mouth“-Marketing ähneln. Die Social Media Stars sind erfolgreicher als reine Werbeanzeigen.

Influencer Marketing ermöglicht eine relativ klare Definition der Zielgruppe. Nur Menschen mit Interesse am Themengebiet werden einem bestimmten Influencer folgen. Dadurch erreicht deine Anzeige auch nur Menschen, für die das Produkt interessant ist.

In den meisten sozialen Netzwerken ist es möglich, Beiträge zu teilen. Wenn dein Produkt überzeugt, werden andere Nutzer deine Anzeige weiterverbreiten. So erreichst du noch mehr potentielle Käufer.

Auswahl der Influencer

Auswahl der Influencer  für Ziele
(c) depositphotos.com | weedezign

Die Interaktionsrate ist besonders wichtig für die Auswahl der Influencer. Nutzer, die nur 100 „Gefällt mir“-Angaben bei 2 Millionen Followern erhalten, sind uninteressant.

Für eine erfolgreiche Kampagne ist mindestens eine Interaktionsrate von 5 Prozent notwendig.

1. Ziele festlegen

Zu Beginn musst du die Ziele deiner Kampagne festlegen. Je nach Ziel musst du deine Strategie anpassen. Mögliche Ziele sind:

  • die Reichweite zu steigern,
  • die Markenbekanntheit zu erhöhen sowie
  • die Verkäufe anzukurbeln.

2. Passende Influencer auswählen

Influencer müssen dein Produkt glaubwürdig und authentisch vermarkten. Aus diesem Grund solltest du nur mit Influencern aus deinem Themengebiet kooperieren. Influencer aus dem Gaming-Bereich passen nicht zu einer Kampagne für Sportbekleidung.

Je nach Produkt kannst du auch Marketing über Themenkanäle betreiben. Diese Profile veröffentlichen hauptsächlich nutzergenerierten Content.

Dabei bündeln Sie Beiträge zu einem bestimmten Thema. Personen spielen auf diesen Profilen nur eine untergeordnete Rolle. Themenkanäle sind beispielsweise im Bereich Reisen, Mode und Lifestyle üblich.

3. Kooperationsvertrag aushandeln

Im Kooperationsvertrag werden die Konditionen der Zusammenarbeit festgelegt. Große Influencer verlangen häufig eine Vergütung. Dabei können auch vierstellige Summen genannt werden.

Überlege dir also genau, ob der Erfolg eine solche Summe rechtfertigen wird.

Mikro Influencer (unter 50.000 Follower) sind meist mit einer kostenlosen Produktzusendung zufrieden. Allerdings versuchen auch immer mehr kleine Influencer eine Vergütung auszuhandeln. Mit solchen Nutzern solltest du nur kooperieren, wenn du von dem Erfolg der Zusammenarbeit überzeugt bist.

Im Vertrag darfst du die künstlerische Freiheit des Influencers nicht zu sehr einschränken. Andernfalls lehnen die Kooperationspartner eine Zusammenarbeit ab. Trotzdem musst du deine Anforderungen klar definieren. Es ist wichtig, einen Kompromiss zwischen diesen zwei Extremen zu finden.

Weiterhin solltest du dir die Rechte an den Bildern der Influencer sichern. Damit besteht die Möglichkeit in Print-Kampagnen auf die Aufnahmen zurückzugreifen.

4. Kampagne durchführen

Eine langfristige Kooperation mit Influencern kann durchaus sinnvoll sein. Dadurch erhöht sich die Glaubwürdigkeit des Influencers und die Werbeanzeigen wirken authentisch. Pflege deshalb deine Beziehungen und baue dir ein Netzwerk auf.

Wenn Kampagnen mit bestimmten Influencern Erfolg zeigen, minimierst du dein Risiko. Schließlich kannst du auf bereits bestehende Erfahrungen zurückgreifen.

Fake Follower Check auf Instagram

Nutze die Statistiken der sozialen Netzwerke, um deinen Erfolg zu analysieren. Basierend auf diesen Erkenntnissen kannst du dann Verbesserungen für zukünftige Kampagnen entwickeln.

Überprüfe vor der Auswahl die Follower des Influencers. Viele Nutzer kaufen sich Fake Follower, um die Abonnenten schnell zu steigern. Diese Fake Profile sind jedoch nutzlos, da sich nicht mit den Beiträgen interagieren.

Spamartige Nutzernamen und fehlende Profilbilder sind erste Indizien für Fake Follower. Zudem solltest du das Follow-Abonnenten-Verhältnis überprüfen. Profile, die über 2000 anderen Nutzer folgen, aber selbst nur 20 Follower besitzen, sind häufig Fake Follower.

Influencer Marketing – kurz und knapp

Influencer Marketing ist eine gute Strategie, um Werbung auf den sozialen Netzwerken zu schalten. Die Produktempfehlungen sind für andere Nutzer glaubhafter als reine Werbeanzeigen.

Allerdings müssen Unternehmen einige Aspekte beachten, damit die Kampagne erfolgreich ist. Wenn Influencer nicht sorgfältig ausgewählt werden, wird die Kooperation schnell zum Flop.

Eine Überprüfung der Reichweite, Follower sowie der Interaktionsrate ist geboten, um die Risiken gering zu halten.

Instagram Shopping – mehr Verkäufe für Unternehmen?

Instagram Shopping eignet sich besonders für Unternehmen, die einen Online-Shop betreiben. Für die Nutzung der Shopping Funktion ist ein Instagram Business Profil erforderlich.

Instagram Business Profil anlegen

  1. Wechsle in die Einstellungen von Instagram.
  2. Klicke im Menü auf den Punkto „Konto“.
  3. Scrolle ganz nach unten.
  4. Wähle dort den Punkt „Zu professionellem Konto wechseln“.
  5. Folge der Anleitung.

Instagram Business Profil anlegen

Ein Business Profil bietet zahlreiche weitere Vorteile. Beispielsweise kannst du nun Kontaktdaten zu deiner Bio hinzufügen. Die wichtigsten Informationen sind dabei:

  • Die Telefonnummer,
  • Deine postalische Anschrift,
  • Die E-Mail Adresse und
  • Ein Link zur Webseite.

Außerdem kannst du einen Link in deine Bio integrieren. Dieser Link ist eine wunderbare Möglichkeit, um den Traffic auf deiner Webseite zu steigern.

Mithilfe von Call to Actions werden potentielle Kunden gezielt zu Handlungen animiert. Dabei haben sich Aufrufe wie „Hier mehr erfahren“ oder „Jetzt kaufen“ als besonders erfolgreich herausgestellt.

Weitere Voraussetzungen sind für die Nutzung von Instagram Shopping sind:

  1. Dein Unternehmen muss in ausgewählten Regionen (z.B. EU, Nordamerika, Australien) sitzen.
  2. Du kannst ausschließlich physische Waren anbieten.
  3. In deinem Feed müssen mindestens neun Beiträge mit Shopping Markierung versehen sein.
  4. Du musst deine Waren vorher im Facebook Produktkatalog hinterlegt haben.

Produkte im Facebook Katalog hinterlegen

  1. Rufe den Katalogmanager bei Facebook auf www.facebook.com/products
  2. Klicke auf „Katalog erstellen“
  3. Wähle den Bereich aus, in dem du Produkte verkaufen möchtest
  4. Entscheide dich zwischen einer manuellen und automatischen Einpflegung der Produkte
  5. Wähle das dazugehörige Unternehmen aus
  6. Beende den Vorgang mit einem Klick auf „Erstellen“

Danach kannst du deine Produkte problemlos in Beiträgen markieren.

Geheimtipp 1: Qualität vor Quantität

Nachdem du die Shopping Funktion aktiviert hast solltest du unbedingt darauf achten, dass du genug Platz zwischen den Markierungen auf einem Beitrag lässt. Andernfalls können potentielle Kunden die Produkte nur sehr schwer anklicken.

Zudem musst du überprüfen, dass deine Links funktionieren und Interessenten richtig weitergeleitet werden. Sonst ist deine Arbeit reine Zeitverschwendung.

Viele Unternehmen nutzen Instagram Shopping in allen Beiträgen. Diesen Fehler musst du vermeiden. Viele Instagram Nutzer empfinden zu viel Werbung als störend. Im schlimmsten Fall entfolgen diese dir.

Stattdessen solltest du die Shopping Funktion in Maßen einsetzen. Integriere deine Shopping Beiträge in deinen Feed. Außerdem musst du deinen Stil beibehalten, um dein Alleinstellungsmerkmal zu bewahren.

Geheimtipp 2: Instagram Stories

Ab 10.000 Followern kannst du Verlinkungen in deine Stories einbauen. Kurze Videos in Instagram Stories eigenen sich hervorragend, um deine Produkte vorzustellen. Interessenten erhalten exklusive Einblicke. Somit erhöhst du das Interesse am Produkt.

Verwende Hashtags und Ortsfilter in deinen Stories. Wenn Nutzer nun nach bestimmten Orten oder Hashtags suchen, sehen sie deine Stories. Deine Reichweite steigt. Somit kurbelst du deine Verkaufszahlen weiter an.

Über den Autor:

niklas_gruenewald

Niklas Grünewald betreut die Webseite der Influencer Agentur ReachOn. Dabei ist der Social Media Fachmann für die Content Erstellung zuständig. Durch seine Tätigkeit hat er sich ein breite Expertise im Bereich Social Media angeeignet. Diese Expertise möchte er mit Social Media Einsteigern teilen.

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