WordPress PageSpeed Guide – So optimierst du die Geschwindigkeit für Top Performance (1/2)

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Die Optimierung der Website-Geschwindigkeit ist aktuell ein großes Thema, da Google angekündigt hat, dass zukünftig der Page-Speed auch für das Ranking bei der mobilen Suche eine Rolle spielen wird.

Für die Desktop-Suche ist der Page-Speed bereits seit einigen Jahren ein Rankingfaktor.

Wenn du dich bisher noch nicht mit der Geschwindigkeits-Optimierung deines Blogs beschäftigt hast, dann wird es also höchste Zeit.

In diesem umfangreichen Guide werde ich dir Schritt für Schritt zeigen, wie du deinen WordPress-Blog dahin gehend optimierst.

Dabei zeige ich dir die Ergebnisse der einzelnen Schritte anhand eines aufgesetzten Test-Blogs.

Du kannst jeden Schritt sofort auf deinem Blog umsetzen, vorausgesetzt, er ist bisher noch nicht erfolgt.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Optimierung der Bilder
  2. Komprimierung auf dem Server aktivieren
  3. Browser-Cache nutzen
  4. Plugins überprüfen
  5. HTML, JavaScript & CSS reduzieren
  6. Lazy Load für Bilder
  7. Optimiere deine Datenbank
  8. Cache-Plugin installieren
  9. Nutze ein schlankes Theme
  10. Wähle einen guten Webhoster

Warum du die Website-Geschwindigkeit optimieren solltest

  1. Google und andere Suchmaschinen lieben schnell ladende Seiten.
  2. Es ergibt sich ein besseres Nutzer-Erlebnis.
  3. Die Absprungrate (Bounce Rate) verringert sich.
  4. Die Conversion Rate erhöht sich (wichtig für Online-Shops).

Einige wichtige statistische Infos über Website-Geschwindigkeit:

  • 40 % der Besucher verlassen eine Seite, wenn diese zum Laden mehr als 3 Sekunden benötigt.(Quelle)
  • Jede Sekunde Verzögerung verringert die Conversion Rate um 7 %.(Quelle)
  • 47 % der Nutzer erwarten, dass eine Website in 2 Sekunden oder weniger lädt.

Teste die Geschwindigkeit deiner Website

Als Erstes solltest du die aktuelle Geschwindigkeit deiner Website ermitteln. Bedenke dabei, dass verschiedene Seiten deiner Domain unterschiedliche Ergebnisse liefern, denn jede Seite enthält unterschiedlichen Content (Bilder, JavaScript-Code etc.).

Teste deshalb deine Startseite und eine Unterseite, z. B. einen Blogbeitrag. Diese Tools werden hierfür oft empfohlen:

  1. WebPagetest.org
  2. Tools.Pingdom.com
  3. PageSpeed Insights – dieses Google-Tool zeigt nicht die Ladezeit an, unterbreitet aber viele Verbesserungsvorschläge.

Verwende für den Anfang das Tool Pingdom. Dieses werde ich nachfolgend nutzen, um die Ergebnisse der Optimierungen zu erhalten.

Auf dem Test-Blog habe ich populäre Plugins installiert, um eine realistische Umgebung zu schaffen:

  • Yoast SEO
  • Antispam Bee
  • Page Builder by SiteOrigin
  • das populäre Theme „Sydney“ aus dem Theme-Verzeichnis von WordPress

Du siehst im Screenshot die aktuelle Ladezeit, die Anzahl der Requests und die Gesamt-Größe der Startseite (mit Pingdom Tool analysiert).

wordpress speed guide optimierung lade geschwindigkeit verbessern

Die Ladezeit von unter 2 Sekunden ist bereits ein super Ergebnis. Auch Google empfiehlt eine solche Ladezeit.

Die Ladegeschwindigkeit ist natürlich auch abhängig vom Standort des Besuchers. Wenn du das Tool Pingdom nutzt, achte darauf, bei Standortauswahl „Stockholm“ auszuwählen. Leider gibt es keinen deutschen Standort. Die Ladegeschwindigkeit verlangsamt sich z. B. bei Wahl von „Melbourne, Australia“.

Diese 4 Faktoren spielen eine wesentliche Rolle bei geringer Website-Geschwindigkeit:

  • nicht optimierte/zu viele Bilder
  • langsamer Server
  • aufgeblähtes WordPress-Theme
  • zu viele Plugins

 

1. Optimierung der Bilder

So, nun beginnen wir mit der Optimierung und fangen mit den Bildern an, da diese bei den meisten Blogs ein hohes Potential bergen.

Bilder werden häufig in zu hohen Auflösungen und schlecht komprimiert auf den Blog hochgeladen.

Falls du nicht gerade einen Foto-Blog mit hochauflösenden Bildern betreibst, solltest du diese weitestmöglich verkleinern, ohne dass es zu spürbaren Qualitätsverlusten kommt.

Beträgt die Breite der Blogbeitrags-Seite 700 Pixel, dann sollten auch die Bilder maximal 700 Pixel breit sein.

Der Vorteil liegt darin, dass ein kleineres Bild mit 700 anstatt 1500 Pixeln wesentlich schneller geladen wird.

Wenn du Bilder mit einem Grafik-Programm bearbeitest, dann verkleinere sie auf die entsprechende Breite deines Blogs.

Wie du diese Breite herausfindest, zeige ich dir im Screenshot (anhand des Chrome-Browsers).

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Lade eine Blogbeitrags-Seite > klicke mit der rechten Maustaste auf ein Bild > klicke im Menü auf „Untersuchen“

Anschließend wird dir die Breite in Pixel angezeigt.

Im Screenshot siehst du, dass im Test-Blog das Bild eine Originalgröße von 1600 x 1047 Pixeln hat. Der Browser muss diese herunterskalieren, was ebenfalls Zeit kostet.

Wie können wir nun die Bilder nachträglich verkleinern und besser komprimieren?

Dafür gibt es sehr gute Plugins, z. B.:

Mit letzterem erledigst du die Arbeit mit wenigen Mausklicks und erhältst eine gute Komprimierung ohne nennenswerte Qualitätsverluste.

  1. Installiere Compress JPEG & PNG images.
  2. Registriere dich mit deiner E-Mail-Adresse, um den API Key zu erhalten (500 Bilder im Monat sind kostenlos).
  3. Trage den Key ein, falls noch nicht automatisch erfolgt.
  4. Aktiviere den Punkt „Originalbild“ > „Resize the …“ > Gib die maximale Breite ein.
  5. Gehe auf das WordPress-Menü „Medien“ > „Massenoptimierung“ > „… starten“.

Hier siehst du ein Vorher-nachher-Bild als Beispiel für eine veränderte Dateigröße:

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Du siehst hier deutlich, wie viel Potential in den Bildern steckt. Mit einer Optimierung verkleinerst du enorm die Seitengröße und erhöhst die Website-Geschwindigkeit.

Die extrem schnelle Ladezeit beim Test-Blog mit unter 2 Sekunden liegt auch an dem schnellen Webhoster, den ich dafür nutze. Im Abschnitt „Hosting“ gehe ich näher auf die Wahl eines guten Webhosters ein.

Wenn du neue Bilder hochlädst, werden diese durch das Plugin ab sofort automatisch komprimiert und skaliert.

Ich empfehle, dies bereits bei der Erstellung zu tun, und habe gute Erfahrungen gemacht mit dem Online-Komprimierungs-Tool https://tinypng.com.

2. Komprimierung auf dem Server aktivieren

Internet-Browser unterstützen das Laden einer Seite in komprimierter Form. Dabei werden der HTML-Code, CSS- und JavaScript-Dateien als Zip komprimiert und an den Browser übertragen.

Das verringert die Dateigröße enorm, da HTML-/CSS-/JS-Dateien Text enthalten und dieser stark komprimiert werden kann.

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Die meisten Webserver laufen mit der Webserver-Software Apache und die Aktivierung erfolgt einfach über die .htaccess-Datei im Hauptverzeichnis deiner WordPress-Installation.

Füge diesen Code am Anfang der .htaccess-Datei ein:

Kopieren

 
Tool zum Testen: https://checkgzipcompression.com

Auf meinem Test-Server ist die Komprimierung bereits Server-seitig aktiviert. Es kommt aber häufig vor, dass die Komprimierung erst mit Hilfe der .htaccess-Datei aktiviert werden muss.

Falls dies nicht erfolgreich ist, frage beim Hoster nach, ob das Modul „mod_deflate“ installiert ist. Wenn nicht, solltest du zu einem Hoster wechseln, der auf dem Stand der Zeit ist!

3. Browser-Cache nutzen

Wir bleiben in der .htaccess-Datei und fügen weiteren Code ein für „Expires Header“.
Wenn jemand deine Website besucht, werden vom Browser alle Dateien vom Server heruntergeladen und die Website gerendert.

Mit „Expires Header“ wird dabei für statische Dateien eine Zeit festgelegt, wie lange der Browser diese Dateien im Cache behält.

Wenn der Nutzer die Seite innerhalb dieser Zeit ein zweites Mal besucht, werden diese Dateien aus dem schnellen Cache des Browsers aufgerufen und müssen nicht erneut vom Server heruntergeladen werden.

Das beschleunigt enorm den Seitenaufbau bei wiederkehrenden Besuchern.

Füge folgenden Code zur .htaccess-Datei hinzu:

Kopieren

 

4. Plugins überprüfen

Es gibt tausende Plugins für WordPress. Das heißt aber nicht, dass alle sauber und performant programmiert sind. Meine Blogs wurden schon 2-mal gehackt aufgrund von Sicherheitslücken sehr weit verbreiteter Plugins.

Du solltest daher nur Plugins installieren, welche die aktuelle WordPress-Version unterstützen und als gut bewertet sind. Orientiere dich dabei an den Sterne-Bewertungen der Plugins.

Aber auch unter dieser Prämisse kommen mit den Jahren einige Plugins zusammen. Das bremst natürlich dein System, da jedes Plugin Ressourcen benötigt (Speicher, CPU).

Überlege dir deshalb, welche Funktionen du wirklich brauchst, und entferne Plugins, die nicht mehr benötigt werden.

Vielleicht lässt sich das benötigte Feature auch im Template umsetzen bzw. in der functions.php-Datei.

Dazu, wie Optimierungen ohne Plugin durchgeführt werden, komme ich im Teil 2. Ich bevorzuge selbst diese Variante und reduziere installierte Plugins auf ein Minimum.

Mit P3 (Plugin Performance Profiler) kannst du dir einen Überblick verschaffen und Ressourcen-fressende Plugins aufspüren: https://wordpress.org/plugins/p3-profiler/.

wordpress plugin geschwindigkeit

5. HTML, JavaScript & CSS reduzieren

WordPress-Themes und viele Frontend-Plugins fügen deiner Seite CSS-/JS-Code hinzu.

Browser laden maximal 6 Dateien parallel herunter, wenn der Server nur das Protokoll HTTP/1.1 unterstützt. Im Abschnitt „Server“ erläutere ich dir das neue, bessere Protokoll HTTP/2.

Wenn nun dein Blog mehr als 20 CSS- und JS-Dateien laden muss, benötigt das viel Zeit, bis dem Besucher die Seite korrekt angezeigt wird.

Dieser Flaschenhals wird „Head-of-Line Blocking“ genannt.

Du erinnerst dich noch an die anfangs erwähnte hohe Absprungrate, wenn Seiten lange zum Anzeigen des Inhalts benötigen!

Prüfe bitte, ob dein Server HTTP/1.1 oder bereits das neue HTTP/2 unterstützt.

Verwende dazu dieses Tool: https://http2.pro.

HTTP/2 funktioniert nur auf Domains, die ein SSL-Zertifikat installiert haben. Falls du dies noch nicht getan hast, dann wird es höchste Zeit. Browser markieren Seiten ohne SSL als „unsicher“.

Auch Google dürfte das nicht gefallen, obwohl es offiziell kein Ranking-Kriterium ist. Doch wer weiß?

Wenn dein Server nur HTTP/1.1 unterstützt, empfehle ich dir die Installation von Autoptimize.

wordpress autoptimize installation

Autoptimize minimiert und kombiniert die statischen CSS-/JS-Dateien in einer bzw. zwei Dateien. Das beschleunigt enorm den gesamten Ladeprozess. Eine gute Anleitung zur Konfiguration liest du hier.

Das Kombinieren von CSS-/JS-Dateien führt nur bei HTTP/1.1-Verbindungen zu einem Geschwindigkeits-Vorteil.

Es wird von einigen Page-Speed-Tools zwar mit mehr Punkten bewertet, wenn wenig CSS- bzw. JS-Dateien geladen werden. Konzentriere dich aber nicht zu sehr auf den Punkte-Score bzw. Rating-Buchstaben, sondern vielmehr auf die Optimierung der Ladezeit.

Ein Rating von A mit 100 Punkten beim Page-Speed-Check ist machbar und ich zeige dir im Teil 2 noch weitere Tuning-Maßnahmen, um dies zu erreichen.

6. Lazy Load für Bilder

Lazy Load zeigt Bilder auf der Webseite nur im aktuell sichtbaren Bereich an. Bilder, die sich noch außerhalb dieses Bereichs befinden, werden also noch nicht geladen.

Dies reduziert den Request und erhöht die Ladegeschwindigkeit.

Du kannst WP Rocket, Rocket Lazy Load oder a3 Lazy Load verwenden, um diese Funktion deinem WordPress-Blog hinzuzufügen.

Aktuell (Stand: 08/2018) bietet der Chrome-Browser selbst eine Lazy-Load-Option an. Diese muss vom Nutzer aber manuell aktiviert werden (was nur wenige tun).

Bei späteren Chrome-Versionen könnte sie bereits standardmäßig aktiv sein. Ich werde diesen Abschnitt gegebenenfalls anpassen. Die Umsetzung auf dem Blog wäre dann nicht mehr erforderlich, falls andere Browser (Firefox, Opera etc.) nachziehen.

7. Optimiere deine Datenbank

Wenn dein Blog schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, sammeln sich in der Datenbank unnötige Eintragungen.

Das muss nicht zwingend auf die Website-Geschwindigkeit Einfluss haben, kann es aber.

Hier einige Plugins, die du für die Säuberung deiner Datenbank nutzen kannst:

WP-Sweep gefällt mir am besten und ist einfach zu bedienen. Es löscht Spam-Kommentare, Beitragsrevisionen, Beitragsentwürfe und noch einige andere Dinge.

Eine optimierte Datenbank sorgt auch für einen schnellen WordPress-Adminbereich.

Erstelle vor den Optimierungen ein vollständiges Backup deiner WordPress-Installation und Datenbank.

Es gibt dafür unzählige Plugins. Ich habe einige ausprobiert und nutze aktuell UpdraftPlus. Damit lässt sich nicht nur die Datenbank sichern, sondern auch die komplette WordPress-Installation inklusive Plugins und Bilder-Uploads.

Begrenze die Beitragsrevisionen

Wenn wir Beiträge schreiben, ist es oft hilfreich, wenn Zwischenversionen gespeichert werden, falls etwas schiefläuft.

Füge in die Datei wp-config.php im Hauptverzeichnis folgenden Code ein:

Kopieren

Du kannst dabei den Wert für Autosave und Revisionen deinen Bedürfnissen anpassen.

8. Cache-Plugin installieren

An der Nutzung von Caching kommst du nicht vorbei, wenn du schnelle Ladezeiten erreichen willst.

Dabei wird eine HTML-Version der abgerufenen Seite erstellt und beim nächsten Aufruf ausgeliefert. Eine Ausführung von PHP-Code und Datenbank-Abfragen, was einige Zeit mehr benötigt, um die Seite an den Browser in HTML-Code auszuliefern, ist nicht mehr notwendig.

Für WordPress gibt es sehr ausgereifte Plugins, die allesamt ähnlich gute Resultate liefern.

Ein besonders einfaches Einrichten bietet meines Erachtens das WP-Super-Cache-Plugin, das es schon lange gibt und das von vielen Nutzern empfohlen wird. Es wird von Automattic, den Machern von WordPress, angeboten, und die besitzen natürlich besonders viel Know-how.

Wenn du noch keine Erfahrung mit Caching-Plugins hast, solltest du zunächst dieses Plugin nutzen. Die Einrichtung ist einfach und auf dem Blog von Susanne Braun findest du eine kompakte Anleitung dazu.

Mehr Funktionen bietet das W3-Total-Cache-Plugin, darunter die Minimierung von CSS- und JS-Dateien.

Aufgrund der vielen Möglichkeiten kann natürlich auch viel falsch eingestellt und die Website komplett „zerschossen“ oder ein anderer Fehler verursacht werden.

Das Plugin sollte daher nur von erfahrenen Nutzern verwendet werden.

Außerdem gibt es noch ein professionelles und leistungsstarkes Plugin, das allerdings kostenpflichtig ist: WP Rocket ist ein Premium-Plugin und aktuell das beste auf dem Markt.

WP Rocket punktet nicht nur bei der Geschwindigkeit sondern auch bei der unkomplizierten Einrichtung – einfacher noch als WP Super Cache.

Nachfolgend zeige ich dir die Ergebnisse aller 3 getesteten Plugins auf meinem Test-Blog.

WP Super Cache

wp super cache test

W3 Total Cache

wp super cache test

WP Rocket

wp super cache test

WP Rocket ist klarer Sieger und das hatte ich auch für ein Premium Plugin erwartet.

Natürlich spielen viele Faktoren eine Rolle für eine schnelle Ladezeit – z.B. ein schlankes Theme und schneller Hoster, wozu ich gleich kommen werde.

Im zweiten Teil dieser Serie gehe ich noch auf weitere Optimierungen ein, damit du die beste Performance aus deinem Blog herausholen kannst.

Hinweis: Wenn du deine Website nach der Konfiguration testest, lösche vorher den Browser-Cache. Dann lade die Seite und warte 30 Sekunden. Lade die Seite anschließend erneut.
Achte darauf, dass du nicht in WordPress eingeloggt bist, bzw. nutze einfach ein Inkognito-Fenster.

9. Nutze ein schlankes Theme

WordPress-Themes mit vielen Funktionen, Slidern, Widgets, Social Icons und vielen anderen visuellen Elementen sehen für den Besucher schön aus. Doch jedes Element erhöht die Seitengröße und damit die Ladedauer.

Wenn du die Seite Themeforest kennst, dann hast du bestimmt schon die tollen Multipurpose-Themes gesehen. Die Anbieter überbieten sich gegenseitig mit immer tolleren Features.

Das meistverkaufte Theme ist Avada, das ich auf diesem Blog einsetze. Es bietet unzählige Einstellungen und fast unbegrenzte Möglichkeiten, Websites zu gestalten.
Sehr einfach lassen sich auch Landingpages gestalten, in voller Breite und ohne Header.

Kritisiert werden solche Themes jedoch häufig insofern, als die Ladegeschwindigkeit extrem hoch ist.

Mit etwas Zeitaufwand habe ich Avada optimiert und der Page-Speed kann sich sehen lassen. Es ist also durchaus möglich, auch mit solch aufgeblähten Themes gute Ergebnisse zu erzielen.

Ich rate aber von der Verwendung ab, wenn du nur wenige Funktionen benötigst und einfach nur bloggen willst.

Die Standard-Themes von WordPress sind extrem gut programmiert sowie schnell und einfach anzupassen.

Vor einiger Zeit bin auf der Suche nach schnellen Themes auf zwei Vertreter aufmerksam geworden, da diese häufig empfohlen wurden:

Beide Themes sind auf Schnelligkeit getrimmt, sind extrem klein (Astra hat ca. 150 KB) und bieten trotzdem einige Features an, um das Theme den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Neben einer kostenlosen Version gibt es bei beiden auch eine kostenpflichtige Pro-Version mit weiteren Funktionen. Schau dir am besten beide an und installiere sie auf deinem Blog, falls du gerade einen Theme-Wechsel beabsichtigst.

Wie gesagt ist ein schlankes Theme enorm wichtig, um gute Ladezeiten zu erreichen.

Mit viel Erfahrung und Zeitaufwand kann auch ein Multipurpose-Theme auf Schnelligkeit optimiert werden, wie ich dies bei Avada getan habe. Bedenke aber, ob du tatsächlich all die Features etc. benötigst.

Hier eine Analyse mit dem Tool Pingdom eines Beitrages mit über 1500 Wörtern und vielen Bilder auf diesem Blog.

wp super cache test

10. Wähle einen guten Webhoster

Dieser Punkt wird eigentlich zu Punkt 1. Denn du kannst erst damit beginnen, deinen Blog zu optimieren, wenn du sicher bist, dass du einen schnellen Webhoster hast.

Es gibt hunderte von Anbietern und ich habe, seit ich WordPress nutze (2005), schon einige ausprobiert.

Aktuell bin ich bei Netcup gelandet und wirklich begeistert. Du hast die Leistung dieses Anbieters schon an den guten Ergebnissen gesehen. Netcup ist 2018 bereits zum dritten Mal Sieger bei den Hosting Awards geworden.

Einen guten Hoster zu finden, ist aber nicht so einfach. Vor allem solltest du nicht auf den Preis schauen. Oft ist ein günstiger Anbieter nicht besonders schnell.

Viele Hoster legen tausende Domains auf einen Server, die sich dessen Leistung teilen müssen. Darum heißen die Pakete auch „Shared Webhosting“. Achte also darauf, dass der Webhoster nicht zu viele Domains auf einem Server erfasst.

Das Problem dürfte aber sein, dass entsprechende Informationen kaum veröffentlicht werden.
Sie lassen sich aber trotzdem einfach herausfinden. Wie das geht, erkläre ich im 2 Teil.

Für holgerfreier.de nutze ich einen vServer und habe eine eigene IP-Adresse dafür. vServer sind zwar virtuell und teilen sich mit anderen vServern einen Host-Rechner, sind aber viel leistungsfähiger gegenüber einem Shared Webhosting.

Ich setze statt der Webserver-Software Apache Nginx ein (gesprochen: engine X) mit FastCGI-Cache im RAM – schneller geht es nicht.

Nginx kann 10.000 Anfragen pro Sekunde verarbeiten. Große Seiten setzen daher auf Nginx, z. B. Facebook, Netflix und Amazon (https://t3n.de/news/nginx-vs-apache-814684/).

Um einen vServer bzw. Root-Server selbst zu betreiben, ist viel Erfahrung mit Linux notwendig. Da ich schon viele Jahre Linux als Betriebssystem nutze, administriere ich meine Server selbst. Webserver laufen zu 99,9 % mit Linux.

Mittlerweile gibt es einige „Nginx-Managed-Hosting“-Anbieter, die Nginx komplett als Webserver-Software einsetzen, also echtes Nginx-Hosting z.B. von TimmeHosting.

Falls du weniger als 10.000 Besucher am Tag hast, lohnt sich der Einsatz allerdings nicht. Dann reicht ein Shared-Hosting-Paket völlig aus. Wie du oben gesehen hast, erreicht der Test-Blog, der auf dem kleinsten Shared-Webpaket von Netcup läuft, super Ergebnisse.

Netcup setzt Nginx als Proxy ein, der Apache vorgeschalten wird (bereits als Standard voreingestellt). Hierbei werden statische Inhalte über den schnellen Nginx-Server ausgeliefert und nur dynamische Anfragen an Apache weitergeleitet.

Das bringt einen enormen Geschwindigkeits-Vorteil gegenüber Hostern, die nicht Nginx als Reverse-Proxy einsetzen.

Daher kann ich dir Netcup ganz klar empfehlen, falls du einen Wechsel zu einem schnellen Hoster planst.

Wie gesagt, ist das die Grundvoraussetzung für einen hohen Page-Speed und gute Rankings in den Suchmaschinen.


All das bietet Netcup bereits mit dem Einstiegs-Paket „Webhosting 1000“ an.

Zum Schluss

So, das war der erste Teil meines zweiteiligen WordPress Speed Guides. Im zweiten Teil steige ich tiefer in WordPress ein und zeige dir weitere „Stellschrauben“, um aus WordPress noch mehr Speed herauszuholen.

Hast du selbst noch einen Speed-Tipp? Schreibe doch deine Optimierungs-Ergebnisse als Kommentar oder stell eine Frage! :-)

31 August 2018|

2 Comments

  1. Stefan 6. September 2018 at 22:33 - Reply

    Und wieder ein schlecht recherchierter Artikel zum Thema PageSpeed. Fängt schon damit an dass der Autor nicht mitbekommen hat dass man in den Google Page Speed Tools schon seit Monaten auch gemessene Zeiten einsehen kann. Ganz davon zu schweigen dass Google gleich mehrere andere Tools anbietet die Ladezeit zu prüfen.

    Und dafür schaltet man Werbung auf Facebook?

    • Holger 8. September 2018 at 11:04 - Reply

      Hallo Stefan,

      deine Aussage ist nicht ganz korrekt. Es wäre auch schön gewesen, du hättest die anderen Tools benannt.
      Ich habe diese Google Tools – außer PageSpeed Insights – bewusst nicht unter dem Punkt „Teste die Geschwindigkeit deiner Website“ aufgeführt.

      Das Tool PageSpeed Insights zeigt nur die Geschwindigkeit bei Seiten mit hohem Traffic an.
      Warum das so ist und es nicht empfohlen wird zu Geschwindigkeits-Messung wird hier beschrieben:

      Hier mal Analysen der Seite vom Marketing Experten Björn Tantau und das Magazin t3n:
      (Wobei die Seite von Björn mit Sicherheit auch hohe monatliche Besucherzahlen aufweist)

      Ich vermute du meinst auch noch das mobile Speed Test Tool von Google.

      Dieses testet die Geschwindigkeit einer mobilen Seite mit einer simulierten 3G Verbindung und liefert dementsprechend eine deutlich höhere Ladezeit.

      Ich würde das Tool nicht verwenden für die Durchführung der Optimierungen unter Punkt 1-10.

      Nach Abschluss aller Optimierungen kann es genutzt werden, um festzustellen wo die Seite mobil „steht“.

      Weiterhin gibt es von Google noch „Lighthouse“ was zu den Chrome DevTools gehört und mehr was für erfahrene Nutzer ist.

      Es kann im Chrome Browser über die Console aufgerufen werden und liefert tiefgreifende Analysen.

      Aus o.g. Gründen empfehle ich das Tool „Pingdom“ WordPress Nutzern, die erst mit Optimierungen anfangen.

      Pingdom liefert hier schnell und übersichtlich Ergebnisse von Seitengröße, Geschwindigkeit und ein Wasserfall Diagramm um festzustellen, welche Elemente auf der Seite lange zum laden benötigen.

      Das Thema Website Optimierung ist sehr komplex. Es ist unmöglich das Thema abschließend zu behandeln. Es gibt darüber schon große Bücher z.B. hier >

      Im zweiten Teil gehe ich aber noch tiefer in das WordPress System und zeige viele „Tweaks“.

      Facebook ist aktuell immer noch die beste Traffic Quelle um schnell hochwertigen und günstigen Traffic zu erzielen.

      Nicht nur meine Meinung :-)

      Wer erfahren möchte wie ich für 1 Cent Besucher und Fans erziele, sollte einfach bei meinem kostenlosen Facebook Training teilnehmen.

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