3 versteckte und kostenlose Facebook-Analytics-Tools für mehr Interaktion und Reichweite

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Egal ob du im B2B- oder B2C-Bereich tätig bist ‒ es ist ein fataler Fehler, wenn du nicht auf Facebook aktiv bist.

Doch häufig wissen Anfänger nicht, welche Inhalte auf Facebook bei ihrer Zielgruppe gut ankommen und damit Interaktionen und Reichweite erzielen.

In diesem Artikel erfährst du, welche Tools Facebook bereitstellt, um dies zu ermitteln. Mit ihnen kannst du z. B. auch deine Mitbewerber „ausspionieren“.

Hierbei kannst du Ideen für eigene Inhalte gewinnen und sparst viel Zeit und Geld, weil du nicht selbst herumprobieren musst.

Natürlich kannst du auch hilfreiche Beiträge auf deiner Seite teilen – das ist schließlich der Sinn und Zweck sozialer Netzwerke.

Um zum Tool -Facebook-Insights- zu gelangen klicke auf deiner Seite im Menü oben auf „Statistiken“.

Facebook Analyse Tool Statistik

Facebook Analyse Tool

 

1. Wie du geeignete eigene Beiträge findest und die deiner Mitbewerber mit dem höchsten Engagement

Hier siehst du eine Übersicht von Facebook Insights:

Wenn du auf den Link „Deine 5 neuesten Beiträge“ klickst, gelangst du auf eine Seite, auf der du alle Beiträge einsehen kannst.

Diese lassen sich dort nach Reichweite oder Interaktionen sortieren. Die meisten Facebook-Experten empfehlen indes, nicht nur auf die Reichweite zu schauen.

Was noch stärker zählt, ist die Interaktionsrate, also Likes, Kommentare, Link-Klicks.

Dieser Wert gibt an, wie deine Beiträge bei deinen Fans ankommen.

[easy-tweet tweet=“Mit diesen kostenlosen Facebook Tools zu mehr Reichweite und Interaktion“ user=“holgerfreier“ template=“light“ hashtags=“facebook,socialmedia,tools“]

Vergleiche nun Beiträge mit hoher und geringer Interaktion miteinander und versuche herauszufinden, welche Eigenschaften all jene Beiträge gemeinsam haben, die eine hohe Interaktion erzielen.

Tu das Gleiche bei den Beiträgen mit geringer Interaktion.

Lassen sich hieraus Trends ableiten?

Wenn du nun weißt, welches Format oder welche Inhalte gut ankommen, dann poste mehr davon.

So kannst du vorgehen:

  • Reshare jene Beiträge, die das höchste Engagement erzielten (vor allem zu einer anderen Uhrzeit als die der Veröffentlichung).
  • Erstelle mehrere Beiträge dieser Art.

Möchtest du wissen, wie du mit deinen Ergebnissen im Vergleich mit dem Durchschnitt verschiedener Branchen dastehst?

Schau dir dazu folgende Infografik an:

Quelle: www.emarketer.com/Article/Leading-Retailers-See-Best-Facebook-Interaction-Rates/1013761

Und dies ist die durchschnittliche Reichweite und Interaktionsrate der verschiedenen Post-Formate:

So, nun zeige ich dir, wie du herausfindest, welche Ergebnisse deine Mitbewerber erzielen:

Klicke dazu auf „Beliebteste Beiträge von Seiten, die du im Auge behältst“. beitraege-mitbewerber-seiten

Hierfür benötigst du mindestens 100 Fans auf deiner Seite.
Du kannst hier bis zu 100 Seiten hinzufügen, die du überwachen möchtest.

Dann kannst du tracken, was diese veröffentlichen und wie die Beiträge performen.

Tipp: Es gibt eine geniale Funktion, um von den Seiten deiner Mitbewerber Fans zu erhalten.

Gehe unter „Einstellungen/Allgemein“ auf „Vorschläge für verwandte Seiten“ und setze einen Haken.

Nun schlägt Facebook – wenn du Glück hast :-) – deine Seite einem Nutzer als ähnliche Seite vor, wenn dieser Fan einer Seite wird.
Sicherlich verwendet Facebook hier einen Algorithmus und ich vermute, dass die Zahl der Fans deiner Seite und die Interaktionsrate hier eine große Rolle spielen.

 

2. Nutze Audience Insights und Audience-Optimierungs-Tool, um deinen Content besser zu targetieren

Jeder weiß, dass Facebook umfassende Daten über seine Nutzer sammelt. Daher bietet uns Facebook noch mehr analytische Auswertungen an als bereits beschrieben.

Ein entsprechendes Tool mit dem Namen „Audience Insights“ versteckt sich im Werbeanzeigenmanager-Menü.

Damit du es nutzen kannst, benötigt deine Seite mindestens 1000 Fans.

Gehe dazu in den Werbeanzeigenmanager ⇒ „Plan“ ⇒ „Zielgruppenstatistiken“.

Du wirst gefragt, welche Zielgruppe du analysieren möchtest.

Wähle die 2. Option aus: „Personen, die mit deiner Seite verbunden sind“.
Dann siehst du ein ähnliches Bild:
audience-insights

Wenn du bereits Facebook-Anzeigen schaltest, wirst du sofort merken, wie wichtig diese gewonnenen Daten deiner Fans sind. Du kannst demografische Daten verwenden, um deine Zielgruppe weiter zu verfeinern.

Aber das ist nicht alles, was du tun kannst.

Hast du schon mal etwas von „Buyer Personas“ gehört?

Dieser Begriff wird häufig im Content-Marketing und anderen Marketing-Bereichen verwendet.

Personas sind eine großartige Möglichkeit, um Inhalte zu erstellen, die besonders gut auf die jeweiligen Typen von Menschen ausgerichtet sind, diese somit anziehen und zu Kunden machen.

Personas sind auch wichtig, weil einige Kunden mehr „wert“ sind als andere – also in Bezug auf den Umsatz, den sie für das Unternehmen bringen.

Vermarkter schlüsseln ihre Kunden oft in „Persona-Gruppen“ auf, um den „Life-Time-Value“ jeder Gruppe für das Unternehmen festzustellen.

Möchtest du mehr über das Thema erfahren, dann empfehle ich dir diesen Beitrag von Robert Weller auf toushenne.de.

Es gibt aber noch eine weitere geniale Möglichkeit, die Audience Insights bietet.

Du kannst deine E-Mail-Liste hochladen und deine Abonnenten analog zu den Fans deiner Seite auswerten.

Dies funktioniert aber nicht direkt, sondern über einen kleinen Umweg:

Gehe im Werbeanzeigenmanager-Menü auf „Zielgruppen“ ⇒ „Zielgruppe erstellen“ ⇒ „Custom Audience“.

Dann wählst du „Kundendatei“ aus und lädst deine E-Mail-Liste als CSV-Datei hoch.
Facebook empfiehlt mindestens 1000 Abonnenten in einer Custom-Audience-Liste, um aussagekräftige Analyseergebnisse zu erhalten.

Hierbei sind aber einige rechtliche Aspekte zu beachten. Dazu verweise ich auf diesen Beitrag von drschwenke.de.

 

3. Verwende die Facebook-Audience-Optimization-Funktion, um deine Fans zu segmentieren und gezielte Beiträge für diese Segmente zu erstellen

Du weißt vielleicht, dass es wichtig ist, die eigene E-Mail-Liste zu segmentieren.

Dadurch erhält man mehr Öffnungen, mehr Klicks und letztlich mehr Conversion.

Das gilt auch für deine Facebook-Beiträge.

Du kannst wählen, welche Gruppen deiner Fans den Post zu sehen bekommen.
Diese Funktion muss aber in den Einstellungen aktiviert werden.

news-feed-zielgruppe

Gehe auf „Einstellungen“ ⇒ „Allgemein“ ⇒ „News Feed-Zielgruppe und Sichtbarkeit der Beiträge“.

Setze den Haken und das war’s schon.

Ab sofort siehst du in der Veröffentlichungs-Box das neue Symbol „Audience Optimization“.

zielgruppe-targeting

Klicke darauf und wähle Interessen jener Personen aus, welche den Beitrag angezeigt bekommen sollen.

zielgruppe-interessen

Oder wähle „Einschränkungen der Zielgruppe“ und nur die demografische Filterfunktion.

Wenn dein Unternehmen national und international tätig ist und du eine lokale Veranstaltung planst, ist diese Funktion sehr hilfreich.

Oder du hast eine Kette von Läden in ganz Deutschland und eröffnest einen weiteren im Rahmen einer Eröffnungsfeier, dann könntest du den Beitrag nur Personen zeigen, die in der Nähe wohnen.

Hast du eine Boutique mit Herren- und Damen-Mode, dann kannst du einen Beitrag mit einem Kleid ausschließlich Frauen anzeigen lassen und mit einem Anzug nur Männern.

Es gibt also vielfältige und nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten dieser Funktion.

Diese Möglichkeit ist kaum bekannt und wird deshalb auch nur selten eingesetzt.

Nutze sie, falls eine Eingrenzung der Zielgruppe Sinn ergibt, und erhalte bessere Ergebnisse mit deinem Facebook-Marketing.

 

Fazit:

Es gibt einige extrem hilfreiche Tools, die Facebook kostenlos zur Verfügung stellt.
Mache dich damit vertraut und probiere die Möglichkeiten aus.

Du wirst dann in der Lage sein, deine Ergebnisse drastisch zu steigern.

Gerade weil die organische Reichweite stetig sinkt, wäre es fatal, diese Tools nicht zu nutzen.

Es ist durchaus möglich, die Interaktionsrate damit zu verdoppeln.

Was denkst du?

Verwendest du bereits ein Tool oder eine Taktik für dein Facebook-Marketing?
Welche sind deine Erfahrungen? Schreibe doch einen Kommentar!

23 Juli 2017|

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